Leasing & Mietkauf



Auch im Bereich Leasing und Mietkauf erhalten Sie bei uns Lösungen aus einer Hand.

Mit unserem Partner der , eine Tochter der Hypovereinsbank und Mitglied der UniCredit Group , die zu den führenden Anbietern von Leasing & Finanzierungslösungen für mobile Wirtschaftsgüter gehört, können wir Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung präsentieren.

Wir sehen unser Angebot als zusätzliche Serviceleistung für Sie um bei einer Entscheidungsfindung Hilfestellung zu geben.

Zur ausgiebigen Beratung werden wir Ihnen dann den Kontakt direkt zu Ihrem Ansprechpartner bei der HVB Leasing für Sie herstellen. Weiter unten finden Sie betriebswirtschalftliche und rechtlich Erklärungen zu Leasing und Mietkauf. Hier die Unterschiede in aller Kürze (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)

Leasing wird behandelt wie ein Mietvertrag wobei gegenüber der Mietlösung Sie für Instandsetzungsarbeiten und Gewährleistungsansprüche verantwortlich gemacht werden.
Mietkauf wird nach Abschluss wie ein Kaufvertrag behandelt. Sie erhalten sofort das wirtschaftliche Eigentum an der Netzersatzanlage, nach Zahlung der letzten Mietkaufrate geht auch das rechtliche Eigentum an Sie über. Eine bilanzielle Aktivierung inkl. Abschreibung ist erforderlich.

Leasing ist nur dann sinnvoll, wenn Gewinne erwirtschaftet werden, da die Leasingraten als Betriebsausgaben voll steuerlich absetzbar sind.
Mietkauf ist wie eine Art Ratenkauf und daher besonders eine Alternative auch für kleinere Unternehmen. Der Leasinggegenstand wird am Ende der Laufzeit an den Leasinggeber zurück gegeben.
Der Mietkaufgegenstand gehört Ihnen (s.o.) und kann i.d.R. nach einer gewissen Laufzeit flexibler verkauft werden als beim Leasing.




Leasing
Quelle: Wikipedia

Leasing ist eine Finanzierungsalternative, bei der das Leasinggut vom Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Beim Leasing als Vermietung und Verpachtung ist der Leasinggeber ein Finanzinstitut (indirektes Leasing) oder der Hersteller des Gutes (direktes Leasing). Der Leasinggegenstand sind Mobilien oder Immobilien. Der Leasingnehmer zahlt Leasingraten, die die Kosten für die Herstellung, die Finanzierung, die Versicherung sowie einen Gewinnaufschlag umfassen. Leasingverträge haben einen ähnlichen Charakter wie Mietverträge. Von der Miete unterscheidet sich Leasing durch die Tatsache, dass die mietvertraglich geschuldete Wartungs- und Instandsetzungsleistung bzw. der Gewährleistungsanspruch auf den Leasingnehmer umgewälzt wird.
Dies geschieht im Austausch gegen die Abtretung der Kaufrechte seitens des Leasinggebers und die Finanzierungsfunktion (Vollamortisation) beim Leasing. Der Leasingnehmer trägt hierbei die Sach- und Preisgefahr. Leasingverträge sind somit „atypische“ Mietverträge. Daher ist der Begriff Mietkauf als Synonym für Leasing üblich, obwohl beim Mietkauf auch das Eigentum auf den Käufer übergeht.
Nach Ende des Leasingvertrages geht das Leasinggut an den Leasinggeber zurück oder wird an den Leasingnehmer oder einen Dritten veräußert. Die Klientel von Leasingfirmen besteht hauptsächlich aus Gewerbetreibenden, eine Ausdehnung auf Privatkunden ist jedoch zu beobachten – besonders im Bereich des Absatzleasings (v. a. Kraftfahrzeug-Leasing).
Man unterscheidet das Finanzierungsleasing und das Operative Leasing. Während Finance-Leasing die Miete sowie eine Kaufoption umfasst, bezieht sich Operate-Leasing nur auf die Miete.



Vorteile Für den Leasingnehmer bietet Leasing folgende Vorteile:

  • Die Liquidität wird geschont (an Stelle eines einmalig höheren Liquiditätsabflusses findet ein kontinuierlicher niedrigerer Liquiditätsabfluss statt).
  • In Deutschland sind die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar. Voraussetzung: steuerliche Zurechnung laut §39 AO des Leasing-Objekts auf den Leasinggeber unter Berücksichtigung der Leasingerlasse, die die Finanzverwaltung auf der Basis der Rechtsprechung des BFH erlassen hat. Leasing ist nur steuerlich akzeptiert, wenn kein automatischer Eigentumserwerb des Leasingnehmers stattfindet, sonst wertet das Finanzamt das Leasing als versteckten Abzahlungskauf.
  • Leasing ist für ein junges Unternehmen nur sinnvoll, wenn es Gewinn erwirtschaftet, damit es seine Steuerlast mindern kann. Zwar ist ein Verlustvortrag möglich, der zahlt sich aber nur aus, wenn das Unternehmen die Gewinnzone erreicht. Leasing ist nachteilig, wenn ein junges Unternehmen vor Erreichen der Gewinnzone in Insolvenz geht.
  • Leasing ist für den Leasingnehmer bilanzneutral: für steuerrechtlich einwandfreie, d. h. entsprechend den Leasingerlassen gestaltete Leasingverträge, mit dem Recht der Aktivierung beim Leasinggeber, gilt: Sie sind grundsätzlich bilanzneutral und erscheinen somit nicht in der Bilanz des Leasingnehmers, der lediglich die Leasing- bzw. Mietaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben verbucht. Der Leasinggeber aktiviert die Leasinggegenstände als Anlage- bzw. Vermietvermögen und schreibt sie gemäß den AfA-Zeiten ab.
  • Die Leasingkosten sind periodisch wiederkehrende Zahlungen, die parallel zur Nutzung des Leasingobjekts anfallen. Finanzielle Vorleistungen sind nicht notwendig, da das Objekt sich laufend selbst finanziert („Pay as you earn“-Effekt/Kostenkongruenz).
  • Die periodischen Leasingzahlungen dienen der innerbetrieblichen Planung als sichere Kalkulationsgrundlage.
  • Die Vorteile von Leasing schaffen Möglichkeiten für betriebliche Innovationen und Rationalisierungen.
  • Eine Entsorgung bei Vertragsende durch den Leasingnehmer entfällt – das Leasingobjekt wird nach Ablauf der Leasingzeit an den Leasinggeber zurückgegeben. (Auch das Umgekehrte ist möglich: I. d. R. beinhaltet ein Leasingvertrag ein Erwerbsrecht des Leasingobjekts.)
  • Evtl. geringere Einstandspreise des Leasinggebers (z. B. aufgrund von größeren Abnahmemengen) können an den Leasingnehmer weitergegeben werden in Form von geringeren Leasingraten.


Nachteile Dem stehen folgende Nachteile gegenüber:

  • Der Leasingnehmer erwirbt kein Eigentum am Leasinggut und hat somit keine Möglichkeiten für einen eventuellen Verkauf bei Nichtnutzung oder plötzlichem dringenden Geldbedarf.
  • Die Gesamtkosten des Leasings sind, betrachtet man den gesamten Nutzungszeitraum, in der Regel höher als bei einem fremdfinanzierten Kauf des Objektes, weil der Leasinggeber das Ausfallrisiko kalkulieren muss und auch einen Gewinn erwartet.
  • Das Unternehmen muss die Leasingraten auch bei Nichtnutzung weiterhin zahlen (Bindung an die Vertragslaufzeit).
  • Bei juristischen Streitigkeiten, z.B. aus den Bereichen Garantie und Gewährleistung kommt das Dreiecksverhältnis Leasinggeber-Leasingnehmer-Hersteller zum Tragen. Der Leasingnehmer muss u.U. Ansprüche gegen den Lieferanten oder Hersteller sozusagen „auf eigene Rechnung“ geltend machen. Eine Einstellung von Zahlungen an den Leasinggeber ist i. d. R. nicht ohne weiteres möglich.


Leasingarten Nach dem Leasinggeber

  • Direktes Leasing / Herstellerleasing: Der Hersteller des Leasinggutes ist der Leasinggeber. Diese Konstellation findet allerdings in der Praxis so keine Anwendung. In der Regel unterhalten Hersteller eigene Leasinggesellschaften als Tochterunternehmen. Über diese wird eine Art „Herstellerleasing“ realisiert. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Leasinggesellschaften der großen Automobilhersteller.
  • Indirektes Leasing: Der Leasinggeber ist nicht der Hersteller des Leasinggutes. Er ist eine rechtlich selbständige Leasinggesellschaft, die einem Leasingnehmer ein bestimmtes Leasingobjekt zur Nutzung überlässt (Dreiecksbeziehung). Der Leasinggeber finanziert das Leasingobjekt und bezieht aus der Finanzierung seinen Gewinn.


Nach dem Leasingnehmer

  • Privatleasing:

Da Privatpersonen die Leasingraten nicht steuerlich geltend machen können, werden im privaten Bereich meist andere Finanzierungsarten gewählt. Insbesondere ist ein Bankkredit normalerweise wirtschaftlich sinnvoller. Allerdings sehen gerade Hersteller-Leasinggesellschaften im Privatleasing eine interessante Marketingmöglichkeit. Durch das Bewerben einer niedrigen Leasingrate wird dem potenziellen Kunden eine liquiditätsschonende Fahrzeugbeschaffung in Aussicht gestellt (manchmal aber auch nur vorgegaukelt). Dazu kommt, dass große Autohersteller immer weniger bereit sind Rabatte bei Barkäufen zu geben (um einen hohen Wert ihrer Produkte zu erhalten) und dafür große Rabatte in den Leasingraten verstecken. Nach Meinung einiger Experten ist Privatleasing nur dann sinnvoll, wenn der Leasingnehmer von vorneherein die Rückgabe des Leasinggutes zum Vertragsende plant. Leasing kann für Privatleute aber auch dann interessant sein, wenn das Angebot einer Hersteller-Leasinggesellschaft Marketingmaßnahmen beinhaltet, die bei einer Barzahlung oder Finanzierung nicht verfügbar wären. Welches Angebot für private Kunden das günstigste ist (Leasing, Finanzierung Herstellerbank, Finanzierung Hausbank, Barkauf), lässt sich auf Grund der unerheblichen steuerlichen Aspekte relativ leicht durch Aufsummierung der Kosten (Anzahlung, Summe der Raten, ggf. Abschlusszahlung) ermitteln. Besonders problematisch für Privatpersonen ist Leasing wegen der üblichen Restfälligkeitsklausel in KFZ-Leasingverträgen dann, wenn sie einen Unfall schuldhaft verursachen (z. B. durch Alkohol am Steuer) und die Vollkaskoversicherung den Schaden nicht deckt. Der Leasingnehmer muss die gesamte noch fällige Summe vorzeitig auf einen Schlag bezahlen und kann sie nicht durch den Verkauf des zerstörten Fahrzeugs decken.

  • Gewerbliches Leasing:

Vorteile: a. qualitativ: Bilanzneutralität (keine Veränderung der Eigenkapitalquote), „Pay as you earn“-Effekt, klare und transparente Kalkulationsgrundlage, bei KFZ/EDV/Maschinen: stets neue Modelle b. quantitativ: Liquiditätsschonung bzw. -erhöhung, Eigenkapitalschonung, 100% Fremdfinanzierung, geringerer Verwaltungsaufwand (siehe auch Basel II)

  • Spezialleasing:

Es handelt sich hierbei um Verträge über Leasing-Gegenstände, die speziell auf die Verhältnisse des Leasing-Nehmers zugeschnitten und nach Ablauf der Grundmietzeit regelmäßig nur noch beim Leasing-Nehmer wirtschaftlich sinnvoll verwendbar sind.

  • Sale-Lease-Back:

Das Unternehmen verkauft die Objekte an eine Leasinggesellschaft und least sie dann zurück. Dadurch gewinnt das Unternehmen an Liquidität. Sonstiges

  • Null-Leasing:

Die Leasingraten enthalten keinen Aufwand für Zinsen und laufende Kosten. Diese Leasingart wird in der Automobilbranche als ein Instrument der Absatzförderung verwendet. Die nicht gedeckten Kosten werden von Händlern bzw. Herstellern übernommen.

  • Vollamortisation: In diesem Fall werden innerhalb der vereinbarten Laufzeit die Anschaffungskosten des Leasinggegenstandes und die Zinsen vollständig bezahlt, es erfolgt jedoch kein Eigentumsübergang. Der geleaste Gegenstand hat immer noch einen geringen Restwert.
  • Teilamortisation (Restwert-Leasing): Der Leasingnehmer bezahlt einen Teil der Anschaffungskosten in Raten. Nach Auslaufen des Vertrages (Vertragsende) stehen dem Leasingnehmer folgende Möglichkeiten offen.
    • Anschlussleasingvertrag auf Basis des Restwertes
    • den Leasinggegenstand zum Restwert kaufen oder
    • den Leasinggegenstand an die Leasing-Gesellschaft zurückzugeben

Dadurch dass bei der Teilamortisation nicht der Leasinggegenstand gänzlich abbezahlt werden muss, sind die Leasingraten bei identischer Laufzeit billiger als bei der Vollamortisation. Bei gleichen Raten hat der Vollamortisationsvertrag eine längere Laufzeit als der Teilamortisationsvertrag.

  • Depot-Leasing: Hierbei handelt es sich um eine Sonderform des Restwertleasings. Schon bei Vertragsbeginn wird der Restwert exklusive Umsatzsteuer in Form eines Depots hinterlegt. Durch diese Hinterlegung reduziert sich die monatliche Leasingrate.
  • Ratensenkung durch Vorauszahlung: Viele Leasingunternehmen geben ihren Kunden weiter die Möglichkeit die Leasingraten durch eine einmalige Vorauszahlung zu reduzieren.


Bilanzielle Zuordnung Im Gegensatz zum HGB, wo entweder der Leasinggeber Capital Lease und damit der Leasingnehmer Operating Lease (oder entsprechend umgekehrt) zwingend ausweisen müssen, sind unter IFRS, sowie auch unter US-GAAP die bilanziellen Zuordnungen von Leasinggeber und Leasingnehmer völlig unabhängig voneinander. Im IFRS regelt der Standard IAS 17 die Leasingdarstellung. Entscheidend für eine erfolgreiche Investition ist nicht das Eigentum an einem Gegenstand, sondern der Nutzen dessen.



Mietkauf
Quelle: Wikipedia

Der Mietkauf ist ein Mietvertrag, bei dem dem Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt wurde, innerhalb einer bestimmten Frist durch einseitige Erklärung die gemietete Sache zu einem vorher bestimmten Preis unter Anrechnung der bis dahin gezahlten Mieten käuflich zu erwerben. Vor der Erklärung findet auf den Vertrag Mietrecht Anwendung. Nach der Erklärung handelt es sich um einen Kaufvertrag, auf den Kaufrecht Anwendung findet. Allerdings sind hier von Fall zu Fall die Konditionen der einzelnen Anbieter zu prüfen. Sie unterscheiden sich teilweise erheblich. Häufig wird gar kein Optionsrecht vereinbart, sondern von Anfang an der Eigentumsübergang mit Zahlung der Schlussrate vereinbart ohne dass es einer Ausübungserklärung bedarf.
In der Regel ist der Mietpreis überhöht. Der Grund dafür liegt einerseits darin, den Mieter zum Kauf zu veranlassen. Andererseits ist aber auch mit dem Gebrauch der Sache, sofern es sich um eine neue Sache handelt, ein starker Wertverlust verbunden. Für den Käufer liegt der Anreiz zum Abschluss eines Mietkaufs in der leichteren Finanzierbarkeit gegenüber dem Sofortkauf.
Mietkauf ist aus steuerlicher Sicht nicht unbedingt gleichbedeutend mit Leasing. Bei einem Mietkauf geht das wirtschaftliche Eigentum sofort auf den Käufer über. Dies macht eine Aktivierung im Anlagevermögen notwendig. Das juristische Eigentum geht i. d. R. nach der Zahlung der letzten Rate an den Käufer über.
Somit ist der Mietkauf eher mit einer Ratenzahlung vergleichbar, als mit einem klassischen Leasingvertrag.
Im Falle der Insolvenz des Verkäufers hängt die Behandlung davon ab, ob ein Eigentumsvorbehalt vereinbart wurde. Nach § 107 InsO kann der Vorbehaltskäufer die Erfüllung des Vertrages auch im Fall der Insolvenz verlangen. Dafür ist jedoch erforderlich, dass der Eigentumsübergang bei Übergabe des Mietkaufgegenstandes bereits feststeht.
Mietkauf wird seit einigen Jahren gerne für betrügerische Schneeballsysteme im KFZ-Handel eingesetzt. Käufern werden Fahrzeuge mit ungewöhnlichen Nachlässen von über 30 % eingeräumt, wenn sie dafür eine hohe Vorauszahlung leisten. Der Verkäufer kann mit den eingehenen Anzahlungen die zuerst ausgelieferten Fahrzeuge leicht finanzieren oder selbst leasen, obwohl er einen höheren Einkaufspreis hat. Durch den Mietkauf hat der Verkäufer einen guten Vorwand, den KFZ-Brief zunächst nicht vorlegen oder herausgeben zu müssen, so dass sich der Käufer für einige Zeit in Sicherheit wähnt. Das System funktioniert solange ausreichend Wachstum vorhanden ist, kollabiert jedoch typischerweise nach wenigen Jahren, da dem Verkäufer entweder die Liquidität ausgeht oder mit den Anzahlungen flüchtet. Die Eu-Car-Zentrale ECZ GmbH aus Tettnang hat auf diese Weise zwischen 2006 bis 2008 über 1.000 Kunden geschädigt. Die Ermittlungen dauern noch an, das Geschäftsmodell wird jedoch fortgesetzt.